Produktfotos am Beispiel von Kommutator und Ventilgehäuse

(fk) Produktfotos werden meistens mit scharfen und klaren Fotos auf weißem Hintergrund gleichgesetzt.
Diese sind oft Studioaufnahmen oder bei größeren Teilen und Maschinen finden die Aufnahmen vor Ort statt. Zum standard Equipement gehören fast immer Blitzanlage, Reflektorschirme und neutraler Hintergrund. Je nach Anforderungen mehr.

Beispiele für Produktfotos (freigestellt):

Kommutator Motorkolben

Dagegen heben sich Produktfotos mit Hintergrund nicht so gut ab und die Konturen sind nicht so leicht zu erkennen:
VentilgehäuseVentilgehäuse Ventilgehäuse

Deshalb werden häufig die Produktfotos zum einen gegenüber einem neutralen Hintergrund fotografiert und nachträglich noch vom Hintergrund freigestellt. Es bleiben nur die Bilder der Objekte übrig und der Hintergrund wurde durch eine Transparenz ersetzt. Nun kann man die Bilder sowohl auf weißem Hintergrund plazieren, wie im Beispiel ganz oben, oder auf einem neuen Hintergrund wie im folgenden Beispiel.

Zusammenstellung auf neuem Hintergrund:

Das ermöglicht Anwendungen in Produktkatalog, Internetseite, Werbebroschüre, Folder, Flyer.

Beim Kommutator im Beispiel war zum einen der schwarze Kern noch sichtbar darzustellen ohne dass sich gleichzeitig die helle Beleuchtung in dem glänzenden Kupfer reflektierte und sich die Umgebung spiegelte. Das gelang unter anderem damit, dass ich eine ca. 2 Meter lange Leuchtstoffröhre quer über dem Kommutator positionierte, um diffuses Licht von allen Seiten zu bekommen und damit krasse Spitzlichter und Schatten zu vermeiden. Man kann natürlich auch eine oder mehrere Softboxen nehmen, sofern man sie zur Hand hat. Auch Mattscheiben (Milchglas) vor den Lampen sind eine Lösung. Damit habe ich schon unebene und löchrige Oberflächen völlig glatt und gleichmäßig erscheinend hin bekommen.

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4 Kommentare zu Produktfotos am Beispiel von Kommutator und Ventilgehäuse

  1. Vorgehen bei Bilderklau

    Problemstellung

    Urheberechtsverletzungen an Werbefotografien im Internet sind ein sehr verbreitetes Übel. Sie sind nicht nur ärgerlich, sondern stellen für die Rechteinhaber wie Fotografen, Agenturen und deren Kunden ein ernsthaftes Problem dar. Die verbreitete Unsitte bei Online-Händlern, aufwändige Werbeaufnahmen ohne Erlaubnis ungefragt und vor allem kostenlos in den eigenen Webshop zu integrieren, kostet Fotografen und Bildagenturen potentielle Aufträge. Aus der Erfahrung bei der Betreuung urheberechtlicher Fälle, bei denen die unrechtmäßige Verwendung von Werbefotos und Werbepräsentationen verfolgt wird, wurde deutlich, dass viele Händler keinerlei Unrechtsbewusstsein zeigen. Offenbar hat sich die Meinung durchgesetzt, dass man kein Geld für eine Leistung auszugeben braucht, die im Internet ebenso gut gratis zu haben ist. Dieses Phänomen beklagt die Musikindustrie seit Jahren mit Blick auf die illegalen Internettauschbörsen. Sie geht daher konsequent gegen diesen Missstand vor.

    Diejenigen Händler, die eigens Werbefotos erstellen lassen, müssen oftmals sehr schnell feststellen, dass ihre Bilder binnen kurzer Zeit von Wettbewerbern unrechtmäßig übernommen werden. Die beabsichtigte Exklusivität des eigenen Angebotes ist schnell dahin. Es bleibt bei solchen Anbietern oft nur der Eindruck, die Konkurrenz auf eigene Kosten mit Werbefotografien versorgt zu haben. Hersteller von Markenprodukten legen meist besonderen Wert auf eine aufwändige Präsentation ihrer Produkte. Die entsprechenden Fotografien sollen dementsprechend auch nur den lizenzierten Händlern zugute kommen. Bedauerlicherweise werden die Werbeaufnahmen jedoch unkontrolliert durch Händler von Grauimporten oder gar Anbieter von Fälschungen übernommen. Der Markenhersteller finanziert so unfreiwillig die Beschädigung seines Markenimages.

    Aus diesen Gründen ist jedem Inhaber von Bildrechten zu raten, Urheberrechtsverletzungen konsequent zu verfolgen.

    Immerhin ist eine Urheberrechtsverletzung gem. §§ 105 ff UrhG sogar mit einer Haftstrafe bedroht. Der Gesetzgeber sieht in dem verbreiteten Bilderdiebstahl also alles andere als eine Bagatelle.

    http://www.kanzleischroeder-kiel.de

  2. Admin sagt:

    Dabei kann man dem Problem einfach aus dem Weg gehen, wenn man seine Produktfotos selbst macht.
    Das ist gar nicht so schwer wie ich am Beispiel des Kommutators (oben im Artikel) kurz erkläre:

    Das Produkt ist ein Teil mit tiefdunklen schwarzen und hochglänzenden metallischen Partien. Mit einfachem Blitz geht da gar nichts.

    Aber zwei kräftige Leuchtstoffröhren taten es auch, keine Blitzgeräte mit Softboxen waren nötig. Der Kommutator lag auf einer hellen Tischplatte und links und rechts die Leuchtstoffröhren drapiert bis es gleichmäßig ausgeleuchtet war ohne Glanzlichter und Schlagschatten.

    Dazu eine nicht all zu schlechte Digitalkamera (ohne Rauschen und Grieseln) und wer will, die Lichter noch mit Karton abdecken damit sie nicht in die Optik strahlen und fertig ist das Rohbild.
    Nun musste nur noch mit einem Bildbearbeitungsprogramm der Kommutator vom Hintergrund frei gestellt werde und dazu braucht es nicht gleich Photoshop, denn günstigere Software tut es auch (z.B. ältere Corel-Version, Photoshop-Elements).

    Wer keine Stative für die Lampen hat, kann vielleicht auf helfende Hände zurückgreifen.
    Kurzum, es braucht nicht immer ein teures Fotostudio.

  3. Für alle die mit günstigem Equipment Produktfotos machen möchten ein Tip von mir:
    Lichtwürfel bauen. (5x Wände aus Holz, fein schmirgeln, die Innenseiten mit weisser Farbe matt anstreichen, zusammenbauen) das wars schon. Blitze oder Leuchten davor stellen und entsprechend ausrichten. Für einfache Produktfotos ausreichend und qualitativ sogar den käuflichen Fotowürfeln überlegen. Im Bereich der profesionellen Produktfotografie wird natürlich anders gearbeitet aber wenn es jemand selbst machen möchte ist dies meiner Meinung nach die beste Methode.

    Ps. Hat Elements mittlerweile das Pfad-Tool integriert? Hatte im letzten Jahr am Laptop meiner Freundin verzweifelt versucht ein Bild mit Elements freizustellen. Wie machst du das mit Elements?

  4. Admin sagt:

    Elements hat meines Wissens noch keine Pfade, die Freistellung ist dort anders, so in etwa wie bei Corel. Ich habe lange nicht mehr mit Elements gearbeitet, aber es hat eine Art fetter Rahmen, den man um die auszuschneidende Figur zeichnen muss. ELements macht den Rest dann automatisch.

    Ich würde statt dessen aber doch lieber Corel oder Photoshop nehmen zum Auschneiden und wenn es mal richtig schwer wird, wie bei Haaren die nicht glatt anliegen sondern frisch geföhnt sind, kommt man auch mit dem Pfaden von Photoshop nicht mehr klar, da braucht’s Ebenen mit Kontrasten und Masken.

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